Angebotene Verfahren
Ich biete als Psychoanalytiker in meiner psychotherapeutischen Praxis folgende psychoanalytisch begründete Verfahren an:
Analytische Psychotherapie
Bei einer über die Krankenkasse finanzierten Form der psychoanalytischen Behandlung werden hingegen klare Zielvorgaben gesetzt. Diese Form der Behandlung nennt sich „analytische Psychotherapie“. Diese Behandlungen erfolgen mit 3 Behandlungsstunden pro Woche, haben eine Länge von 160 bis 300 Stunden und laufen meist über zwei bis drei Jahre.
Modifizierte analytische Psychotherapie
Dabei kann in bestimmten Situationen auch von dem genannten Setting mit drei Stunden pro Woche abgewichen werden. So gibt es auch psychoanalytische Behandlungen mit zwei Wochenstunden, in welchen der Patient dem Therapeuten gegenüber sitzt. Diese Form der Behandlung wird als „modifizierte analytische Psychotherapie“ bezeichnet.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Zu den psychoanalytisch begründeten Verfahren gehört auch die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Tiefenpsychologische Behandlungen werden in der Regel mit ein bis zwei Stunden pro Woche im Sitzen durchgeführt, haben meist eine Länge von 50 bis 100 Stunden und gehen damit häufig über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren.
Psychodynamische Psychotherapie
Alle von der Psychoanalyse abgeleiteten psychotherapeutischen Verfahren werden heute auch als „psychodynamische Verfahren“ bezeichnet. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie empfiehlt die Verwendung des Begriffs „Psychodynamische Psychotherapie“, da die Grenzen zwischen tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und analytischer Psychotherapie in der Praxis oft fließend sind.
Außerdem biete ich an:
Katathym-imaginative Psychotherapie oder katathymes Bilderleben (tiefenpsychologisch orientiert)
Das Katathyme Bilderleben entwickelt von Prof. Dr. Hanscarl Leuner bedient sich der Unterstützung von therapeutisch angeleiteten Imaginationen oder Tagträumen. Diese eröffnen ebenso die Möglichkeit unbewusste Prozesse zu erkennen und heilsam zu verarbeiten. Das Malen der imaginierten Bilder ist dabei ein fester Bestandteil der Behandlung. Auch dieses psychodynamische Verfahren biete ich seit über 25 Jahren als Krankenkassenleistung an. Es zählt zu den tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapieverfahren.
Grundannahmen der psychoanalytisch begründeten Verfahren
Diese sog. „psychoanalytisch begründeten“ Verfahren gehen von der Annahme aus, dass psychische Störungen ihre Ursachen in frühen lebensgeschichtlichen Erfahrungen haben. Bekanntermaßen erlebt jeder Mensch in Kindheit und Jugend Konflikte, die verarbeitet werden müssen. Wenn man – aus welchen Gründen auch immer – nicht in der Lage war, diese Konflikte „angemessen“ zu bewältigen, dann bleibt der Konflikt „unbewusst“ erhalten und wirkt sich in der Zeit seit Entstehung bis in die Gegenwart und möglicherweise auch in die Zukunft aus.
Entstehung und Behandlung psychischer Probleme
Vereinfacht gesagt, entstehen psychische Probleme aus psychoanalytischer Sicht dann, wenn jemand in einer Entwicklungsphase problematischen Beziehungsmustern zu ihm wichtigen anderen Menschen (vor allem zu eigenen Familienangehörigen) ausgesetzt war, und diese auf seine derzeitige Lebenssituation überträgt. Die psychischen oder körperlichen Konflikte werden dann als Signal verstanden, dass die Beziehungskonflikte in abgewandelter, unbewusster Form bis heute fortbestehen.
Durch unbewusste Prozesse werden demzufolge Symptome produziert, die oberflächlich von den Patientinnen und Patienten nicht mit den tieferen Konflikten, also mit den ursprünglichen Anlässen, in Zusammenhang gebracht werden können. Aus psychodynamischer Sicht wird davon ausgegangen, dass es möglich ist, sich – innerhalb der Therapie – der eigentlichen Ursachen bewusst zu werden. Durch das „Verstehen“ und das sog. „Durcharbeiten“ der eigentlichen lebensgeschichtlichen Hintergründe kann dann auch das aktuelle Problem emotional bewältigt und gelöst werden. Gesündere Beziehungsfähigkeiten werden durch neue, korrigierende Beziehungserfahrungen entwickelt.
Übertragungsprozesse in der Therapie
Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sind sogenannte „Übertragungsprozesse“. Unter der Annahme, dass Menschen dazu neigen, ihre Beziehungen so zu gestalten, wie sie es als Kinder mit den wichtigen Bezugspersonen (meist Eltern) kennengelernt haben, versucht die Therapeutin/der Therapeut diese Prozesse zu spiegeln und damit den Patient*innen bewusst zu machen. Dies vollzieht sich durch Miteinbeziehung von Erinnerungen und damit verbundenen Emotionen.
Je nach Art der Störung und Behandlungsplanung wird gemeinsam entschieden, ob eine analytische oder tiefenpsychologisch fundierte Behandlung angezeigt ist.
Neben den kassenfinanzierten Therapieangeboten biete ich in meiner Praxis außerdem folgende Selbstzahlerleistungen an:
